Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)

 

IKT soll prinzipiell die TeilnehmerInnen dazu befähigen, vor allem den Computer für eigene Bedürfnisse nutzen zu lernen. Einerseits wird der Computer zur Unterstützung des Schreiblernprozesses eingesetzt, andererseits soll durch IKT-Unterricht aber auch der Zu- und Umgang mit digitalen Medien und Geräten (Suchmaschinen, Fahrkartenautomaten, ...) unterstützt werden.

 

IKT und Basisbildung

Beim IKT-Unterricht in Basisbildungslehrgängen stellen nicht nur die niedrigen Sprachkenntnisse hohe qualitative Ansprüche an die Materialien, sondern vor allem auch das unterschiedliche Vorwissen. Die Materialien sollen nicht nur unterschiedlichen Computerkenntnissen gerecht werden, sondern ebenso Unterschiede der LernerInnen im allgemeinen Wissen über die Beschaffenheit der Welt, im mathematisches Grundwissen und in der Fähigkeit zu logischem Denken berücksichtigen.

Materialien sollten deshalb immer Bezug auf die Alltagsrealität nehmen, um so den LernerInnen die Möglichkeit zu geben, durch den Vergleich mit Bekanntem komplexe bzw. abstrakte Zusammenhänge einfacher verstehen zu können. Optimalerweise stellt der IKT-Unterricht keine isolierten Inhalte bereit, sondern nimmt in erster Linie thematisch auf die Inhalte der anderen Unterrichtsfächer (Deutsch, Mathematik, Sozialkunde, ...) Bezug.

 

Arbeit mit Vorlagen

Um auch mit schreib- und leseungewohnte TeilnehmerInnen den Umgang mit dem Medium Computer zu trainieren, stellt die Arbeit mit Vorlagen eine Hilfestellung dar. Gerade zu Beginn kann damit die meist frustrierende Erfahrung vermieden werden, dass fast die gesamte Zeit, die in einem Computerraum zur Verfügung steht, mit dem "Abschreiben" eines Textes verbracht wird, mit dem dann weitergearbeitet werden soll. Es ist daher hilfreich, wenn der Arbeitstext bereits als Vorlage vorhanden ist, um beispielsweise damit das Ziel Formatieren üben zu können.

Das bedeutet allerdings nicht, dass ausschließlich mit Vorlagen gearbeitet werden soll, da es natürlich genauso das Ziel Umgang mit Maus und Tastatur zu erarbeiten gibt. Wichtig für den Unterricht ist, dass der Übungsaufbau mit den Zielen korreliert. Wenn also das Ziel Umgang mit Maus und Tastatur im Vordergrund steht, ist es natürlich sinnvoll, dass Texte beispielsweise mit bestimmten Sonderzeichen „abgeschrieben“ werden. Ist das Ziel Formatieren von Texten, ist es sinnvoll, dass unformatierte Texte als Vorlage zur Verfügung gestellt werden. Diese Texte sind im Optimalfall mit dem anderen Unterricht verknüpft bzw. fungierten dort bereits als authentische Texte und wurden bereits im Unterricht erarbeitet.

 

IKT im öffentlichen Raum

Für die Erprobung bereits erworbener IKT-Kenntnisse sind Übungen im öffentlichen Raum besonders gut geeignet. So können in der Stadtbücherei an den Computern direkt eine Buchrecherche mit der Gruppe durchgeführt oder bei einem Fahrscheinautomaten der ÖBB der Preis für bestimmte Fahrscheine herausgefunden werden. Diese Aktivitäten können im Rahmen von Exkursionen oder Rätselrallyes durchgeführt werden.

 

Anhand folgender exemplarischer Beispiele soll dieser Zusammenhang veranschaulicht werden.

 

Beispielmaterial IKT:

Wortschatzerarbeitung Fachsprache (Was ist eine Datei)

Zahlen in eine Datenbank eintragen (Arbeiten bei dm)

Formatierungsübungen (Feuchtes Schäferstündchen)