Wohnbetreuung

Wohnintensivbetreuung und Beratung im Integrationshaus

Das Integrationshaus hat seit seiner Gründung im Jahr 1995 bereits mehr als 720 Flüchtlingen und AsylwerberInnen Unterkunft, Verpflegung, medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung geboten. Aufgrund des speziellen Betreuungs- und Beratungsangebots werden bevorzugt Flüchtlinge mit besonderem Betreuungsbedarf aufgenommen. Es sind dies Personen, die etwa unter einer Traumatisierung leiden oder in einer schwierigen familiären Situation leben, wie alleinerziehende Flüchtlingsfrauen oder minderjährige Flüchtlinge. Seit dem Jahr 2004 werden im Rahmen der Grundversorgung alle betreuten Personen ausschließlich über den Fonds Soziales Wien zugewiesen und über ein Tagsatzsystem finanziert.Seit Oktober 2008 gibt es für 20 Plätze einen erhöhten Tagsatz für Personen mit erhöhtem Betreuungsbedarf, vor allem für psychisch Kranke und Traumatisierte.

Im Integrationshaus können derzeit maximal 110 Personen in insgesamt 38 Wohneinheiten untergebracht werden. Es gibt Zweibettzimmer, die sich Einzelpersonen teilen bis zu großen Einheiten, die für Familien mit bis zu sechs Personen eingerichtet sind. Alle Zimmer sind möbliert und mit einer Kochnische und einer Waschgelegenheit ausgestattet. Duschen und WCs werden von den BewohnerInnen einer Etage gemeinsam benützt. Im Integrationshaus gibt es keine Gemeinschaftsküche und keine Essensversorgung. Die BewohnerInnen sind selbst verantwortlich für Einkauf und Essenszubereitung. Sie erhalten dazu Essensgeld und Grundnahrungsmittel.

Im Rahmen der Wohnbetreuung stehen den BewohnerInnen qualifizierte, mehrsprachige MitarbeiterInnen tagsüber und für Krisen- und Notfälle auch in den Nachtstunden zur Verfügung. Sie sind die ersten AnsprechpartnerInnen und helfen in allen Belangen bei der Bewältigung des Lebensalltags der BewohnerInnen. Sie unterstützen in unmittelbar mit der Grundversorgung verbundenen Angelegenheiten wie dem Ein- und Auszug in die Wohnbetreuung, der Auszahlung von finanziellen Leistungen oder Bestellung von Krankenscheinen. Die BetreuerInnen sind für alle Probleme und Fragen eine erste Anlaufstelle und vermitteln notfalls an interne oder externe Stellen weiter. Mit Konfliktmanagement und Krisenintervention unterstützen sie das Zusammenleben der BewohnerInnen und helfen bei persönlichen oder familiären Problemen. Darüber hinaus sind sie nicht nur Dolmetsch, sondern vielmehr auch wichtige Vertrauenspersonen für die BewohnerInnen gerade in sensiblen Bereichen wie dem Kontakt zu Behörden oder zu ÄrztInnen.